Research in astronomy Print
Die Astronomie, die älteste naturwissenschaftliche Disziplin, befindet sich dank neuer Meß- und Beobachtungsmethoden in einer stürmischen Entwicklung. Als interdisziplinäre Wissenschaft eingebettet in die Physik stellt heutzutage die Astrophysik einen der wichtigsten Bereiche der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung dar. Großinvestitionen für bodengebundene oder weltraumgestützte Teleskope werden nicht nur aufgrund der immensen Kosten, sondern auch wegen der wachsenden multinationalen wissenschaftlichen Programme internationalisiert, wie dies bei der Europäischen Südsternwarte in Chile (ESO) und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA geschehen ist. Die Astronomie und Astrophysik hat sich damit zu einem Großforschungsfach und zu einem wichtigen Bereich der modernen Physik entwickelt. Die Erfolge der weltraumgestützten Teleskope wie z.B. Hubble Space Telescope (HST) und ROSAT sind momentan die deutlichen Beweise dafür.

Für die Auswertung der heute anfallenden unermeßlichen Flut an Beobachtungsdaten in bisher nicht gekannter Qualität sind die astrophysikalischen Institute mit Hardware neuesten Standes ausgestattet. Um diesem erwähnten Aufwand bei den Teleskopen auch im Bereich der Datenauswertung und des kontinuierlichen Baus von Detektoren aktueller Technik die erforderliche personelle Kapazität gegenüberstellen zu können, wird die Astronomie und Astrophysik seit 1990 im Rahmen der Verbundforschung des BMBF gefördert. Auch im Rahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft erfährt astrophysikalische Forschung eine separate Förderung.

Theoretische Untersuchungen erfordern heute in verstärktem Maße numerische Simulationen, die die Astrophysik seit Jahren zu den Hauptbenutzern von Großrechenanlagen gehören läßt, die mit Höchstleistungsrechnern ausgestattet sind.

Last Updated on Friday, 20 July 2007 13:45